Neue Aktivitäten in Wiltingen

 

Am 06. Mai 2017 trafen sich Wiltinger Bürgerinnen und Bürger, um über die Zukunft des

Dorfes zu diskutieren. Man überlegte wie man aktiv werden könnte, um einerseits das Weindorf mehr zu beleben, andererseits auch eine verbesserte,  touristische Außenwirkung zu erreichen.

Aus dem Grund hatte sich neben einer Garten- und Senioren-AG, auch eine Kommunikations- und  Touristik-AG gebildet. Inzwischen haben sich beide AGs  aufgrund ähnlicher Themenstellungen zusammengeschlossen.

In kurzer Form soll berichtet werden, wer mitmacht und welche Ideen bisher im Raum stehen.

Die Mitglieder in alphabetischer Reihenfolge: Paul Hallmann, Jakob Kramp, Vanessa

Mischke, Sandra Petry, Horst Rumpf, (Karl-)Georg Schroll, Detlef Stammberger, Martin

Wagner und Toni Zeimet. Bei Bedarf hinsichtlich der Wiltinger Website, kommt auch Christine Schmitz hinzu.

Von den Mitgliedern sind bisher eine Reihe von Ideen entwickelt und Vorschläge umgesetzt worden.

Mitte September (also mit dieser Ausgabe) kommt der 1. Wiltinger Newsletter in die

Öffentlichkeit.

Vor einigen Tagen gab es Besuch aus Butjadingen. Die Künstlerin Bärbel Deharde stellte das Projekt „Hörstühle“ vor (mehr dazu in dieser Ausgabe).

Weitere Ideen stehen noch im Raum:

-       Einrichtung einer zentralen Information (Dorfmitte). Sowohl ein „Touch-, Point“ als auch eine große Übersichtstafel, 

-       Im nächsten Frühjahr eine „Wiltinger Wein-Criminale

-       Straußwirtschaft auf dem Dorfplatz, beschickt von Winzern im Ort.

Das ist nur ein Ausschnitt der Ideensammlung der Kommunikations- und Touristik-AG. Eine ausführliche Berichterstattung dazu erscheint in der nächsten SPILLES-Ausgabe.

 

Sozusagen als „Spin-off“ hatten sich spontan, von Norbert Lutz initiiert und organisiert, abendliche Wandergruppen zum Sonnenuntergang gebildet. Das sind bleibende Erinnerungen gewesen (s. weiteren Bericht)

Georg Schroll


Giftiges Naturschutzgebiet Wiltinger Hölle

Horst Rumpf

Der Wiltinger Saarbogen ist ein 167 ha großes bzw. 8 km langes  Naturschutzgebiet an der Unteren Saar zwischen den Gemeinden Schoden und Hamm. Es ist der einzige noch weitgehend naturnahe Abschnitt der Unteren Saar. Das Gebiet erstreckt sich über Teile der Gemarkungen Wiltingen, Kanzem, Schoden und Filzen.

Hier gibt es keinen Wander- oder Radweg so wie in den anderen Abschnitten des Naturschutzgebietes, somit kann sich hier die Natur ungehindert entfalten.

Doch sie bringt nicht nur Gutes hervor. Es wächst und gedeiht hier eine  Pflanze, die als Giftpflanze des Jahres gekürt wurde: der Riesen Bärenklau oder Bärenkralle, Herkulesstaude oder Herkuleskraut (Heracleum mantegazzianum).

In und auf der gesamten Pflanze (auch im Wurzelsystem) sind Furocumarine enthalten, die nach Hautkontakt bei anschließender Bestrahlung durch Sonnenlicht phototoxische Reaktionen hervorrufen. Diese können großflächig sein und Verbrennungen ersten bis zweiten Grades hervorrufen. Die Hautreizungen und Blasen können wochenlang anhaltende nässende Wunden verursachen und mit anhaltenden Pigmentveränderungen einhergehen. Diese Pflanze muss auf jeden Fall entfernt werden.

 

Zur Beseitigung selbst in kleinem Rahmen sind Handschuhe, Schutzkleidung, Schutzbrille und ggf. Atemschutz erforderlich.

Der Riesen-Bärenklau breitet seine Samen überwiegend durch den Wind in einem Umkreis von ca. 180 m aus. Die Fähigkeit der Pflanze, schnell große Flächen zu besiedeln, ergibt sich auch aus der Schwimmfähigkeit der Samen von bis zu drei Tagen. Durch Hochwasser werden die Samen auch an höher gelegene Uferbereiche geschwemmt.

Beruhigend können wir bestätigen, dass die Pflanzen bereits durch den Kulturverein Kanzem fachgerecht entfernt und entsorgt wurden. Die Samen jedoch sind noch nicht entfernt und bringen weitere Giftpflanzen hervor. 

Die Bürger von Wiltingen fordern einen nachhaltigen Weg durch den vom Bärenklau befallenen Abschnitt des Naturschutzgebietes um ein Nachwachsen der Giftpflanze zu kontrollieren bzw. neue Triebe zu entfernen.

 

Viele Wiltinger Bürger können sich noch an einen Weg durch das heutige Naturschutzgebiet erinnern. Lasst uns diesen alten Weg wieder kultivieren!


Horrorszenario an der Bahnstrecke Trier-Saarbrücken im Wiltinger Saarbogen

Horst Rumpf

Starkregen hat in der Nacht vom 2. auf den 3.8.2017 die Bahnstrecke Trier Saarbrücken lahmgelegt. Der Gretenbach im Wiltinger Saarbogen, gespeist von den Steilhängen der Wiltinger Kupp, hat über die Jahre hinweg die Bahnunterführung, die eigens für den Bach und auch zur öffentlichen Begehung gebaut wurde, komplett zugeschwemmt, sodass das Wasser sich anstaute und den Bahndamm überspülte.Die Bahnstrecke musste komplett gesperrt werden.

Die angeforderte freiwillige Feuerwehr aus Wiltingen und die freiwillige Feuerwehr aus Konz sicherten den Einsatzort ab und beseitigte Schlamm und kleineres Geröll. Der angeforderte Bahnmanager entschied, dass die Bahnstrecke gesperrt bleibt, weil sich das Wasser am Bahndamm gesammelt hat und auf einer etwa 25 Meter langen Strecke durch den Damm drückt. Das birgt die Gefahr der Unterspülung im Bahndamm und muss durch einen Gutachter erst besichtigt werden. Womöglich könnte es bei Unterspülungen auch zu einer längerfristigen Sperrung kommen.

Dieses Scenario ist noch nicht eingetroffen weil die Unterführung, die ca. 2 m breit, ca. 2 m hoch und 8m lang ist, bisher nur zu 2/3 mit Geröll und Schlamm zugeschwemmt wurde. Bei einem zukünftigen Starkregen kann es aber durchaus zu einem größeren Stau und zu einer Überspülung der Bahntrasse kommen.

Diese und zwei weitere gleiche Bachlauf-Unterführungen sind im Naturschutzgebiet Wiltinger Saarbogen gelegen und können nicht direkt eingesehen bzw. gereinigt werden.

Die Herstellung von einem befestigten Weg zur Überwachung der Örtlichkeiten ist hier unumgänglich.

Die Verwaltung in Konz wurde informiert und sagte zu die Unterführung zeitnah freizulegen.

 

Wir fordern einen Wirtschaftsweg durch das Naturschutzgebiet, der dann zugleich die restliche und langersehnte Saar-Radwegverbindung zwischen Wiltingen und Kanzem hervorbringt.