Theaterabende der "kleinen bühne" Wiltingen
am17. und 24.05.2008  20:00 Uhr im Bürgerhaus Wiltingen
Eintritt: 6,- €

zur Aufführung kommt:

Pension Schöller
Posse von Carl Laufs nach einer Idee von Wilhelm Jacoby

Jeder kennt sie, die Pension Schöller, in die es Philipp Klapproth verschlägt, weil er endlich einmal ein paar echte Geisteskranke kennenlernen will. Doch sein Neffe Alfred hat ihn ausgetrickst: Die Pensionsbewohner sind gar nicht wirklich verrückt. Aber was heißt das schon, wirklich verrückt, wenn man es mit skurrilen Gestalten wie dem Großwildjäger Fritz Bernhardy zu tun bekommt, der freigiebig Leoparden verschenkt? Oder dem Major Gröber a.D., der allein jede Erwähnung des Wortes Militär als Herausforderung zum Duell versteht? Oder gar Eugen Rümpel, der so gerne ein großer Schauspieler wäre, aber auf Grund eines Unfalls statt „l“ nur noch „n“ herausbringt und daher frohgemut „Othenno“ rezitiert? Und ist nicht gar der gute Klapproth selbst ein wenig verrückt? Jedenfalls sieht es ganz danach aus…
Mit der Pension Schöller schufen die beiden Mainzer Karnevalisten Carl Laufs und Wilhelm Jacoby 1890 den Lustspiel-Klassiker schlechthin, der immer wieder schalkhaft vor Augen führt, daß die Grenze zwischen Normalität und Wahnsinn fließend verläuft. Gespielt wird nicht eine der unzähligen Bearbeitungen, sondern die Urfassung, die unverfälscht die Stimmung der Entstehungszeit widerspiegelt, die Zeit des industriellen Aufbruchs, in der die Welt begann, einem Irrenhaus gar nicht so unähnlich zu werden. Ein „Tanz auf dem Vulkan“ eben, wie das Stück auch.

Schöller: Ja, zum Donnerwetter, Sie scheinen ja doch ganz vernünftig zu sein.
Klapproth: Sie haben mich für verrückt gehalten? Na, da sind wir ja quitt.

weiter Informationen:  www.theater-wiltingen.de
Karten online für 6,- € hier klicken